Was ist Craniosacral Therapie? - Geschichte

Die Craniosacral Therapie wurzelt in der Osteopathie. William G. Sutherland war ein Schüler von Andrew T. Still, dem Begründer der Osteopathie. Er studierte den Schädel und kam zur Erkenntnis dass sich die einzelenen Schädelknochen bewegen müssen. Er prüfte das an sich und seinen Klienten und konnte diese Annahme bestätigen. Er übertrug das Konzept der Osteopathie auf die Schädelknochen und entwickelte weitere subtile Techniken. In der Folge beschrieb ein anderer Osteopath - Harold I. Magoun - den primären Respirationsmechanismus mit fünf Komponenten als Grundprinzipien der craniosacralen Osteopathie, auch wenn Sutherland bereits davon gesprochen hatte:
  1. Fluktuation der cerebrospinalen Flüssigkeit (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit)
  2. Beweglichkeit und reziproke Spannung der Membrannen in Schädel und Wirbelsäule
  3. Beweglichkeit von Hirn und Rückenmark
  4. Beweglichkeit der Schädelknochen (in sich und zueinander)
  5. Unwillkürliche Beweglichkeit des Kreuzbeines zwischen den Beckenschaufeln
John Upledger, ein Osteopath und Chirurg entwickelte aus der craniosacralen Osteopathie die Upledger Craniosacral Therapie und verbreitete die Craniosacral Therapie als eigenständige Methode.

Mittlerweile ist die Craniosacral Therapie eine eigenständige Methode, mit welcher - wie in der Osteopathie - auch der Bewegungsapparat und die inneren Organe behandelt werden.