Wie geht Traumaheilung?

Um ein Trauma zu heilen braucht es ganz bestimmte Voraussetzungen. Die wichtigsten Voraussetzungen sind Sicherheit in der therapeutischen Beziehung, wir nennen das Containment, und freie Entscheidungsmöglichkeit der betroffenen Person. Auf diesem Boden kann begonnen werden, die verschiedenen Zustände unseres Autonomen Nervensystemes zu erforschen, allem voran die Ressourcen, welche uns eben in eine sichere Verbundenheit und ein angenehmes Gefühl bringen.

Um ein Trauma zu heilen kommen wir nicht darum herum, dem Trauma zu begegnen. Das geschieht allerdings in kleinen Schritten, die für das System des/der KlientenIn annehmbar und verdaubar sind. Wir nennen das Titration. Das heisst, wir lassen Stück für Stück auch die Empfindungen zu, die mit Gelb zu tun haben und nahdiesnah auch die aus dem roten Bereich.

Traumaheilung kann man nicht alleine machen. Das belastende Ereignis muss in Beziehung gebracht werden und zwar nach den Prinzipien wie oben beschrieben.

Mit jedem Schritt lernt der/die KlientIn neu zu Regulieren und bekommt mehr inneren Spielraum. Wir nennen das Resilienz. In diesem Prozess wird es möglich, das abgespaltene Traumamaterial nach und nach zu integrieren. Dadruch kommt blockierte und abgespaltene Energie wieder in Umlauf und das Körpergewebe wird von Spannungen befreit.